reflections

Von Guangzhou nach Manila - wir kommen dem Ziel näher!

In Guangzhou mussten wir Gott sei Dank nicht besonders lange warten. Ich konnte im Flieger schlafen, auch wenn wir nur 5 Stunden geflogen sind. In Manila fühlte man sich schon besser, denn es war warm und man konnte sich auf den Toiletten im Flughafen umziehen (in Shanghai war es zu dem Zeitpunkt eiskalt). Der nächste Flug ging dann nach Legazpi, auch nur ein 2 stündiger Flug! Die Maschinen wurden immer kleiner, je kürzer der Flug wurde. Angekommen im "nicht-Touristen-Gebiet", wurde aus dem erwarteten Flughafen, bloß eine sehr kurze Landebahn und hinterher bloß ein Asphalt Platz wo das einzige Flugzeug hielt. Eine rostige Leiter wurde zum Flugzeug geschoben und die Passagiere konnten aussteigen. Wir stiegen aus und liefen zu dem unterstand, wo die Koffer mit ebenfalls, rostigen Wagons hin geschoben wurden. Wir wussten, dass wir von einem Mann namens Jerry abgeholt wurden. Also standen wir mit unserem Gepäck an der Straße und warteten. Ein roter Van erschien, und er sagte (auf englisch natürlich), dass er hier wäre um uns abzuholen. Der Van war ziemlich heruntergekommen. Weder gab es Gurte zum anschnallen, noch gab es richtige Sitze. Jedoch war mir das egal, da ich tierisch müde war, und mich einfach nur nach einem Bett sehnte. Plötzlich fing es wie in strömen an zu regnen. Jerry blieb rechts stehen, und nahm eine Art Kiste aus dem Handschuhfsch. Wir alle sahen ihm verwirrt zu. Er zog zwei Drähte heraus, die er aneinander rieb, als wenn ein Dieb im Film versucht ein Auto zu stehlen, ohne Schlüssel. Plötzlich gingen die Scheibenwischer an, und er grinste uns an und hob den Daumen. Ich blickte durch die nasse Scheibe, und sah, dass die Gegend dort sehr heruntergekommen war. Es gab keine richtigen Häuser. Bloß Hütten, aus Bambus oder Holz. Ich hatte etwas ganz anderes erwartet. Die Menschen hatten nicht viel. Was genauso wenig in diesem Ort interessierte waren Straßenregeln. Es gab weder Schilder noch Ampeln. Wenn jemand überholte hupte er zweimal und fuhr vorbei. Nach 30 Minuten kamen wir im Ort "Sogod" an. Die Autos wurden weniger, bloß Roller, Busse und Fahrräder waren zu sehen. Ebenfalls die Straßen wurden schlechter und schmaler. Wir blieben vor einem weiß blauem Haus (!) stehen. Erleichtert, dass wir die Ehre hatte in eins der wenigen Häusern zu wohnen. Schließlich gehörte dieses riesige Haus dem Freund meines Vaters, der allerdings erst in einer Woche mit seiner Frau anreiste. Erstmal brachten wir das Gepäck rein und ich suchte nach dem Bett, nach dem ich mich seit bestimmt 40 Stunden gesehnt hatte...

3.7.15 15:46, kommentieren

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Die Reise geht weiter.

Nachdem wir nun in Shanghai etwas herum geirrt haben, setzte vor allem die Müdigkeit ein. Ich hatte den Flug über nicht geschlafen, weil ich so aufgeregt war. Genauso wie im Zug. Ich war fast 30 Stunden am Stück wach, und der Boden ging auf und ab, so sah ich ihn jedenfalls. Als wenn ich über ein Trampoline laufen würde. Wir suchten Toiletten. Wie immer: gesucht und gefunden. Allerdings sind die Toiletten in China ziemlich gewöhnungsbedürftig. Man setzt sich nicht auf eine normale Toilettenschüssel, nein, man hockt sich hin, um in das kleine Loch zu pinkeln. Da ich seit 30 Stunden nicht geschlafen hatte, sah ich meinen Urin nur winkend an mir vorbei laufen. Plötzlich stellte ich fest, dass es kein Klopapier gibt. Ich hatte zum Glück Taschentücher dabei, es hätte ja nicht noch schlimmer laufen können. Während eines Spaziergangs durch den Park, sprachen uns drei Chinesen an. Eine Frau und zwei Männer. Diese hatten uns angeboten uns die Stadt ein bisschen zu zeigen, und wir dachten uns, warum nicht? Wir hatten eh keine Ahnung wo wir hin sollten. Wir gingen durch kleine Nebenstraßen und durch Gassen bis wir an bei einer Tür ankamen. Es war eine Art Teeladen. Wir gingen rein und eine ältere Dame führte uns Ihren Tee vor, den wir alle nacheinander trinken und probieren sollten. Für mich schmeckten die Tees alle ziemlich herb und irgendwann schmeckten sie alle gleich. Ich war müde und wollte nur schlafen, nebenbei wurde ich die ganze zeit von der Chinesin zugequatscht - was ich ja eigentlich auch sehr nett fand, ich mochte sie, jedoch war ich einfach nur müde. Nach gefühlten 3 Stunden sind wir dann gegangen, sind nachts noch ein bisschen durch Shanghai geirrt, um uns die wundervolle beleuchtete Stadt anzusehen. Die ganzen Handys und Kameras die auf uns gerichtet waren während wir bloß durch die Straßen gingen, ignorierten wir nach einer Zeit. Nachdem wir den großen oriental pearl tower besuchten, begaben wir uns auf dem Weg zum Flughafen. Angekommen. Dort saßen wir alle in einer Reihe, ich lag mit dem Kopf auf dem Schoß meiner Schwester, und schlief bis wir den nächsten Flug nahmen in Richtung Guangzhou.

3.7.15 11:00, kommentieren



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